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Voraussetzungen CH

Grundsatz (Art. 2, 15 RFP)

Die Ausweise werden nur Personen erteilt, welche das Mindestalter erreicht haben und körperlich tauglich sowie geistig und charakterlich geeignet sind.

Wer sich um einen Ausweis bewirbt, hat zudem in einer Prüfung nachzuweisen, dass er die nötigen Fachkenntnisse besitzt.

Von Bewerbern, die in der Schweiz weder Wohnsitz noch Aufenthalt haben, kann das Bundesamt für Zivilluftfahrt den Nachweis verlangen, dass an der Ausstellung, der Erweiterung oder der Erneuerung eines Ausweises ein genügendes Interesse besteht.

Der Träger eines Führerausweises darf die Führung eines Luftfahrzeuges als verantwortlicher oder zweiter Pilot nur übernehmen, wenn er:

auf dem betreffenden Luftfahrzeugmuster eine Prüfung, eine Umschulung oder eine Einweisung bestanden hat und das Luftfahrzeugmuster in seinem Führerausweis einzeln oder zusammengefasst eingetragen ist und

mit der Führung des betreffenden Luftfahrzeuges vertraut ist und dessen Ausrüstung und Flugeigenschaften kennt.

 

Mindestalter (Art. 3, RFP)

Das Mindestalter für den Erwerb eines Ausweises beträgt:

17 Jahre für:
Motorflug- und Hubschrauberflugschüler,
Privatpiloten von Flugzeugen und Hubschraubern;

18 Jahre für:
Berufspiloten mit beschränktem Ausweis,
Berufspiloten von Flugzeugen und Hubschraubern,

21 Jahre für:
Träger aller Lehrberechtigungen.

Der Bewerber muss im Zeitpunkt der Flugprüfung das vorgeschriebene Mindestalter für den Erhalt des nachgesuchten Ausweises erreicht haben.

Minderjährige, die sich um einen Ausweis bewerben, haben ihrem Gesuch die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters beizulegen.

 

Ärztliche Untersuchung (Art. 4, RFP)

Wer sich um einen Lernausweis zum Führen von Flugzeugen, Hubschraubern, Segelflugzeugen, Ballonen oder um einen provisorischen Ausweis für Bordtechniker und Navigatoren bewirbt, hat sich vorgängig durch einen Vertrauensarzt des Bundesamtes für Zivilluftfahrt auf seine körperliche Tauglichkeit und geistige Eignung hin untersuchen zu lassen. Führer von Flugzeugen und Hubschraubern sowie Bordtechniker und Navigatoren haben sich dieser Untersuchung zudem vor jeder Ausweiserneuerung zu unterziehen.

Wird anlässlich einer periodischen Kontrolluntersuchung festgestellt, dass die Tauglichkeit zum Führen von Flugzeugen und Hubschraubern nicht mehr gegeben ist, so gilt auch ein Ausweis für das Segelfliegen oder Ballonfahren nur noch, wenn der Vertrauensarzt diese Aktivität ausdrücklich bewilligt hat.

Die erste Untersuchung und die periodischen Kontrolluntersuchungen sind, ausser wenn triftige Gründe bestehen, vom gleichen Vertrauensarzt durchzuführen.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt kann ausnahmsweise von Bewerbern, die im Ausland wohnen, Zeugnisse von Ärzten, die im betreffenden Staat zu fliegerärztlichen Untersuchungen ermächtigt sind, annehmen, sofern diese Untersuchungen den Normen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation entsprechen.

 

Ablehnung (Art. 5, RFP)

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt kann die Erteilung eines Ausweises ablehnen, wenn zu befürchten ist, dass der Bewerber bei der Ausübung seiner erlaubnispflichtigen Tätigkeit die öffentliche Ordnung und Sicherheit oder militärische Interessen gefährden würde, insbesondere

wenn der Bewerber entmündigt,

wenn er trunk- oder rauschgiftsüchtig ist oder

wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens zu einer Freiheitsstrafe oder wiederholt wegen Übertretungen verurteilt worden ist.

 

Bei den obigen Angaben handelt es sich um einen Auszug aus dem Reglement über die Ausweise für Flugpersonal (RFP). Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich keine Verantwortung übernehmen.

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