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Privatpilot PPL (H) CH

Anforderungen (Art 115, RFP)

Der Bewerber muss vor der Ausstellung eines Ausweises für Privat-Hubschrauberpiloten eine praktische Ausbildung von 40 Flugstunden auf Hubschraubern nachweisen, wovon:

höchstens 5 Flugstunden durch Übungen auf einem vom Bundesamt für Zivilluftfahrt anerkannten Übungsgerät nach einem genehmigten Programm ersetzt werden können;

mindestens 10 Stunden Alleinflug auf Hubschraubern unter Aufsicht eines Hubschrauberfluglehrers, wovon 5 Stunden Überlandflug mit einem Flug von wenigstens 180 km (100 NM), während welchem je eine vollständige Zwischenlandung (full-stop landing) auf 2 verschiedenen Flugplätzen oder Hubschrauberflugplätzen durchgeführt werden muss.

Träger eines Ausweises für Motorpiloten oder Segelflieger können bis zu 10 Flugstunden auf Flugzeugen oder Segelflugzeugen anrechnen; die vorgeschriebene Flugzeit im Alleinflug muss jedoch auf Hubschraubern ausgeführt worden sein.

Der Bewerber muss zudem am Doppelsteuer eines Hubschraubers die vorgeschriebene praktische Ausbildung durch einen hiezu berechtigten Hubschrauberfluglehrer erhalten haben. Dieser ist dafür verantwortlich, dass der Bewerber über die als Privat-Hubschrauberpilot notwendige operationelle Erfahrung in folgenden Bereichen verfügt:

Flugvorbereitung, insbesondere Beladungs- und Schwerpunktberechnung, Inspektion und Vorbereitung des Hubschraubers;

Bodenmanöver und Platzrunden, Massnahmen und Verfahren zur Verhinderung von Kollisionen;

Führen des Hubschraubers nach Sichtflugreferenzen;

korrekte Massnahmen während des Vortex-Zustandes zur Wiederherstellung des normalen Flugzustandes, Wiederaufbau der Rotordrehzahl innerhalb der normalen Triebwerkdrehzahl;

Anlassen des Triebwerkes und des Rotors sowie Bodenmanöver; Schwebeflug; normale Starte und Landungen, solche mit Seitenwind und auf abfallendem Gelände;

Starte und Landungen mit der minimal notwendigen Leistung; Start- und Landetechnik mit maximaler Leistung; Flüge in engem Gelände; schnelles Anhalten (Quick stops);

Überlandflug unter Anwendung der Navigation nach Sichtreferenzen, der Koppelnavigation und der Radionavigationshilfen; davon ein Flug von mindestens einer Stunde Dauer;

Notverfahren, insbesondere mit simulierter Funktionsstörung der Bordsysteme des Hubschraubers; Anflug und Landung in Autorotation;

An- und Abflüge sowie Überflüge bei kontrollierten Flugplätzen, Einhalten der Verfahren der Flugsicherungsdienste sowie der Radiotelefonieverfahren und Redewendungen;

Einweisungsflüge in die alpinen Verhältnisse.

 

Theoretische Ausbildung (Art. 116, RFP)

Die theoretische Prüfung umfasst folgende Fächer mit einem der Tätigkeit eines Privat-Hubschrauberpiloten entsprechenden Schwierigkeitsgrad:

Luftrecht;

allgemeine Luftfahrzeugkenntnis;

Flugleistungen und Flugplanung;

menschliches Leistungsvermögen;

Meteorologie;

Navigation;

Betriebsverfahren;

Grundlagen des Fluges;

Radiotelefonie international (UIT) oder in einer Amtssprache.

 

Flugprüfung (Art. 117, RFP)

Die Flugprüfung weist einen der Tätigkeit eines Privat-Hubschrauberpiloten entsprechenden Schwierigkeitsgrad auf. Der Bewerber muss an Bord eines Hubschraubers zeigen, dass er fähig ist:

die Betriebsgrenzen des Hubschraubers einzuhalten;

alle Manöver präzis und mit feiner Steuerführung auszuführen;

sich über das erforderliche Urteilsvermögen und die fliegerischen Fähigkeiten auszuweisen (airmanship);

seine Luftfahrtkenntnisse anzuwenden;

jederzeit den Hubschrauber so zu beherrschen, dass nie ernsthafte Zweifel über das Gelingen eines Verfahrens oder Manövers bestehen.

 

Berechtigung (Art. 118, RFP)

Der Träger eines Ausweises für Privat-Hubschrauberpiloten ist berechtigt:

nichtgewerbsmässige Flüge auszuführen;

Passagiere mitzuführen, wenn er in den letzten 3 Monaten wenigstens 10 Minuten mit dem betreffenden Hubschraubermuster geflogen ist und dabei wenigstens 3 Starte und 3 Anflüge mit Landungen ausgeführt hat;

Ausbildungsflüge zum Erwerb eines Ausweises, einer Erweiterung oder einer Sonderbewilligung auszuführen.

 

Erneuerung (Art. 119, RFP)

Für die Erneuerung ist ein neues Arztzeugnis vorzulegen; ferner sind für die letzten 24 Monate wenigstens 24 Hubschrauberflugstunden nachzuweisen, wovon wenigstens 12 Stunden für die letzten 12 Monate.

Für Privat-Hubschrauberpiloten mit einer Flugerfahrung von über 700 Stunden auf Hubschraubern wird die vorgeschriebene Flugstundenzahl auf die Hälfte herabgesetzt.

 

Bei den obigen Angaben handelt es sich um einen Auszug aus dem Reglement über die Ausweise für Flugpersonal (RFP). Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich keine Verantwortung übernehmen.

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